7. Die Bildungsanstalten.
Geschichtliches.
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1766-1846. |
Joh. Friedr. Wilberg (1801-1837 in Elberfeld). |
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1790-1866. |
Friedr. Adolf Diesterweg (1818-1820 an der Rektoratschule in Elberfeld). |
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1824-1893. |
Friedr. Wilh. Dörpfeld, Rektor in Barmen. |
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1873. |
23. Mai Lehrerseminar in Mettmann gegründet (bis 1925). |
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(Aus Vohwinkels Bildungsbestrebungen.) |
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1853. |
J. Seynsche, erster evgl. Privat-Elementarlehrer in Vohwinkel. 1856. Die Schule wird Gemeindeschule. |
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1867. |
In Obersonnborn (Saurenhaus) gründet Pfarrer Gottlieb - Sonnborn eine Elementar-Privatschule. |
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1878. |
Evgl. Schule in der Grotenbeck eröffnet. |
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1880. |
Die kath. Schule auf dem Rottscheidt wird errichtet. |
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1884, 1887, 1892. Die ersten höheren Schulen erstehen in Vohwinkel. |
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1885. |
Der erste evgl. Kindergarten, der zweite 1908. |
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1890. |
Evgl. Schule auf der Tesche gegründet. |
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1890. |
Kath. Schule in Saurenhaus angefangen; in Wieden ab 1899. |
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1892. |
Private freiwillige Fortbildungsschule von der Gemeinde unterstützt, 1899 obligatorisch. |
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1893. |
Knaben-Handfertigkeitsunterricht. |
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1894. |
Evgl. Schule Halbenberg eröffnet. |
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1896, 1897. |
Die höheren Schulen werden von der Gemeinde übernommen. |
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1900. |
Der erste kath. Kindergarten. |
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1900. |
Die landwirtschaftliche Winterschule von Wülfrath nach Vohwinkel verlegt. |
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1901. |
Volksbücherei gegründet. |
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1902. |
Die kath. Schule auf dem Halbenberg eröffnet. |
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1904. |
Der erste Kgl. Kreisschulinspektor nimmt seinen Amtssitz in Vohwinkel. |
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1907. |
Die kath. Schule in der Grotenbeck beginnt den Unterricht. |
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1908. |
Die Haushaltungsschule eröffnet. |
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1910. |
Der erste Kreiskommunalarzt, auch für die Schulen, angestellt. |
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1910. |
Die Rektoratschule wird Realschule, 1926 Reform-Realgymnasium (seit 1922 in Hammerstein). |
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1912. |
Die höhere Mädchenschule wird Lyzeum. |
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1913. |
Die Schulzahnkliniken eingerichtet. |
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1913. |
Hilfsschule eröffnet. 1928 zweiklassig. |
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1919. |
Die Volkshochschule, bis 1926. Danach die Musik- und Vortragsabende des Bildungsausschusses der Stadt. |
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1921. |
Die Grundschule eingeführt. |
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1922. |
Pflicht-Fortbildungsschule für Mädchen bei der Berufsschule. |
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1924. |
Waldkampfbahn im Osterholz, vollendet 1929. |
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1925. |
Das Schulkino im Stadtsaal. |
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1926. |
Das Jugendheim in der Baracke der Berufsschule. |
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1926. |
Stiftung des Banners seitens der Stadt für die Reichsjugendwettkämpfe der Schulen. |
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1926. |
Die Beamtenfachschule in dem städtischen „Deutschen Kaiser“ untergebracht. |
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1927-1928. |
Lyzeum-Anbau. |
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1927. |
Das Gesundheitsturnen (orthopädisches) beginnt. |
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1928. |
19. Febr. Die ersten und einzigen Abiturienten Vohwinkels. |
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1928. |
Die Berufsberatung an das hiesige neu erstandene Reichsarbeitsamt angegliedert. |
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1929. |
Einklassige Frauenschule am Lyzeum. |
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1929. |
Die Um- und Neubauten der Volksschulen auf Grund der Vereinigung Vohwinkels und Elberfelds. |
Das
Dekret Napoleons vom 17. Dezember 1811 regelte für Berg den öffentlichen Unterricht in der Weise, daß Düsseldorf eine Universität und ein Lyzeum erhalten sollte. Im ganzen Großherzogtum sollten ferner 12 Sekundärschulen erster Klasse, 20 Sekundärschulen zweiter Klasse und 80 Primärschulen (Volksschulen) errichtet werden. Sämtliche Primärschulen sind auf Kosten der Mairien zu errichten und zu erhalten; alle zu lokalen Schulfonds gehörigen Kapitalien und Gebäude werden zur Kommunalkasse eingezogen. So ist die bisher geltende Gewalt der Kirche auf dem Gebiet der Schule beseitigt und die bürgerliche Gemeinde an ihre Stelle gesetzt. Schon am 20. Juni 1812 folgten genaue Instruktionen über die Große und Abgrenzung der Schulbezirke, über das Gehalt der Lehrer, über Schulgeld u. s. w., bald danach genaue Bestimmungen über die Prüfung der Lehrer, Lehrkurse für Schulamtskandidaten, Ferien, Lehrerwahl u. a. m. Die Niederlage Napoleons in Rußland und Deutschland hemmte die Ausführung.
Am 15. Juli 1814 traf der preußische
General-Gouverneur Justus Gruner tiefgreifende Anordnungen für das Schulwesen in Berg. (Urdrucke bei den Akten des Schulrats.) Er ließ die seitherige Schulgemeinde-Einrichtung als wertvoll bestehen, suchte sie weiter auszubauen, eine organische Verbindung zwischen Schule, Kirche und bürgerlicher Gemeinde herzustellen und der Staatsregierung die Oberaufsicht zu sichern. Die Schulvorstände, welche von der Schulgemeinde selbst gewählt wurden, sollten daher für die Folge von der Behörde ernannt werden, Pfarrer und Bürgermeister zum Schulvorstande gehören und die Lehrer nicht mehr von sämtlichen Familiengliedern gewählt, sondern von einem repräsentiven Wahlkollegium in Vorschlag gebracht werden.
Hauptaufgabe der Schulvorstände sollte es sein, dem Lehrer Achtung bei der Gemeinde zu verschaffen. Die Kreisaufsichtsbeamten sollten nicht Schulinspektoren heißen, sollten vielmehr Schulpfleger sein, da es sich nicht bloß um Aufsicht, sondern um Pflege der Schule handele. Zu Schulpflegern wurden nicht ohne weiteres die Superintendenten, sondern solche Geistliche ernannt, die Interesse und Verständnis für die Schule zeigten, auch in geeigneten Fällen hervorragende Schulmänner, z. B. für einen Teil des Kreises Elberfeld Joh. Friedr. Wilberg (1814-1837). (Vergl.: Die Stadt Elberfeld, Festschrift zur Dreijahrhundertfeier 1910.)
Als
Schulpfleger werden außer Wilberg erwähnt Superintendent Jaspis und Ball in Elberfeld bis 1860, Lokalschulinspektor Pfarrer Herminghaus in Sonnborn 1853, Schulpfleger Pfarrer Taube in Unter-Barmen 1855, dann nach 1860 Dr. theol. Pfarrer Hassencamp - Elberfeld, Schulpfleger Superintendent Düsselen - Ronsdorf. 1864 und 1868 Schulpfleger Pfarrer Menden - Mettmann, sowie Lokalschulinspektor Pfarrer Gottlieb in Sonnborn.
Hier ist die Stelle, wo eine
Lehrerkonferenz, die in Vohwinkel am 28. Dezember 1863 getagt hatte, dargestellt werden kann. Ueber sie berichtet das Kreisblatt 1864, Nr. 5 für Elberfeld-Barmen-Mettmann (in der Bücherei des Rathauses zu Elberfeld) folgendes:
Die seit längeren Jahren bestehende Bergische Lehrerkonferenz, welche jährlich einmal und zwar Ende September stattzufinden pflegt, war durch besondere Umstände aus den 28. Dezember v. Js. verlegt worden. Vohwinkel war Versammlungsort, und dauerte die Konferenz von morgens 10 Uhr bis abends 8 Uhr. Wir können mit Befriedigung berichten, daß die Konferenz wohl selten so zahlreich besucht gewesen ist als dieses Mal. Was uns aber noch mehr Freude machte, war die außerordentlich reichhaltige Tagesordnung. Außer der feststehenden Betrachtung eines Bibelabschnittes, womit jedesmal die Konferenz eröffnet wird, waren sieben Vorträge angemeldet. Leider konnten wegen der Kürze der Zeit nur zwei derselben zur Verhandlung kommen; diese waren aber auch hinreichend, die Mitglieder vollkommen zu beschäftigen. Der erste Vortrag „Rückblick auf das Jubeljahr 1863“ (N.B.: Aus „Schulfeier am 17. März 1863“ bei den Akten des Schulrats: „Vor 50 Jahren, der König rief, und alle, alle kamen ... diese Zeiten und diese Taten haben des Königs Majestät zu feiern befohlen und es ausgesprochen, daß es nützlich sei und sich zieme, die Jugend in der Schule an dieser Feier teilnehmen zu lassen ... “ machte einen so tiefen, und hoffen wir, nachhaltigen Eindruck, daß auf allgemeinen Wunsch die Debatte darüber wegfiel. Dagegen rief der zweite Vortrag „Charakterbildung“ eine äußerst lebhafte Debatte hervor, bei welcher die Geister recht aufeinander platzten. Daß an dieser freien Lehrerkonferenz auch Mitglieder des geistlichen Standes als liebe Gäste teilnahmen und sich mit großem Interesse an den Verhandlungen beteiligten, kann beiden Teilen nur zur Ehre gereichen.
Noch auf eine zweite Notiz in dem oben genannten Kreisblatt vom 9. November 1864 werde hingewiesen, die die damalige Schulzucht betrifft. Die Stadt Langenberg kündet an, daß es bei 1-10 Thl. Strafe verboten sei, daß schulpflichtige Kinder während der Schulzeit spulen, Vieh hüten oder sonstige Arbeiten tun.
Etwas Erfreulicheres bringt Nr. 56 desselben Kreisblattes vom Jahre 1863 unter der Ueberschrift
„Ein Schulfest“. Der Bericht werde hergesetzt zur Prüfung, inwieweit es heute anders geworden ist: Bei Gelegenheit der öffentlichen Prüfung an der Schule zu ... fand gestern ein Volksfest im wahren Sinne des Wortes statt. Der Prüfung selbst konnten jedoch wegen Mangels an Raum nur wenige Schulinteressenten beiwohnen, da insbesondere der Raum im zweiten Klassenzimmer gar zu beschränkt und schon aus Gesundheitsrücksichten eine Vergrößerung desselben dringend zu wünschen ist, abgesehen davon, daß durch die zu frühe Aufnahme der Kinder aus der zweiten in die erste Klasse der Unterricht sehr benachteiligt wird. Der erste Lehrgegenstand in der großen Schule war biblische Geschichte und Religion. Die Kinder waren aufmerksam und antworteten in vollständigen Sätzen, wußten die Hauptlehren mit passenden Bibelsprüchen und Kirchenliedern zu belegen, sagten mehrere Psalme her, sangen Choräle und andere Lieder einzeln sowie im Chor und zeigten, daß hierin Vorzügliches geleistet wird. Zu dem darauf folgenden Lesen war ein schwieriges, mit vielen Fremdwörtern und längeren Perioden versehenes Stück aufgegeben worden. Trotzdem lasen manche Kinder ihren Satz flüssig und mit richtiger Betonung. Hierzu war bereits viele Zeit in Anspruch genommen, so daß zum Rechnen und zur Geographie nur wenig Zeit übrig blieb. Die Probeschriften der Kinder waren recht befriedigend. — Nach beendigter Prüfung wanderten die Kinder, mit Stuten beschenkt, vergnügt nach Hause oder blieben bei ihren anwesenden Eltern, und auch wir Erwachsene eilten nun aus dem schwülen Schulzimmer hinaus in die frische Luft. Unterdeß hatte sich draußen eine große Menschenmenge eingefunden, worunter auch andere Schulen aus der Umgegend waren. Zwischen schattigen Bäumen unter Gottes freiem Himmel, von welchem die Sonne so freundlich herabschien, waren in langen Reihen Tische aufgestellt, um welche sich nun eine große Anzahl Teilnehmender lagerte, um sich mit Kaffee und Semmel zu erquicken. Es war wirklich amüsant, dies bunte friedliche Lager anzuschauen, welches statt blitzender Helme und Bajonetten durch eine große Anzahl blanker Kaffeekannen imponierte. Doch wurden wir wiederum angenehm überrascht, als wir darauf die Schulzimmer betraten. Die Pulte hatte man flugs in Kaffeetische verwandelt, und wurden selbige von denen, welche die so schön bekränzten Schulzimmer dem Lagerleben draußen vorzogen, besetzt. Die über 400 Personen zählende Versammlung wurde nun durch die trefflich ausgewählten und vorzüglich gut dargebotenen Vorträge des Gesangvereins „Bergischer Liederkranz“ angenehm unterhalten.
Später wies der Herr Pastor in einer Rede auf den Segen eines solchen Festes hin, worauf der Choral „Lobe den Herrn“ gesungen wurde. Bis zur späten Abendstunde blieb man versammelt, wobei es an traulichen Unterhaltungen zwischen Bekannten, Freunden und früheren Schulkameraden nicht fehlte. Möchten solche Feste hier und an andern Orten öfter wiederkehren zum Segen für Schule und Haus!
Nach Inkrafttreten des Schulaufsichtsgesetzes von 1872 waren auch im Vohwinkeler Bezirk Kreisschulinspektoren tätig, deren Namen hergesetzt werden, deren Tätigkeit sich aus der später folgenden Geschichte der Schulen ergibt:
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1874 |
wird noch immer Superintendent Düsselen - Ronsdorf nun als zuständiger Kreisschulinspektor genannt. Doch erscheinen |
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1874 |
am 1. Mai auch Pfarrer Rühl - Erkrath, dann bei der Abtrennung des Inspektionskreises vom Landkreis Düsseldorf der Pfarrer Neinhaus - Haan als für Mettmann und Haan zuständige Kreisschulinspektoren. |
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1875 |
13. März erwähnen die Akten des Landratsamtes E. XVII. 1 als für Sonnborn zuständig den Schulrat Gilbe und Kreisschulinspektor Klein - Solingen. |
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1876 |
Anfangs Dezember wird der Seminarlehrer Haake - Moers zum Kreisschulinspektor für den Kreis Mettmann befördert mit dem Amtssitz in Mettmann, seit 1880 in Elberfeld. Haake wurde am 30. Juni 1889 pensioniert. |
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1889 |
1. Juli. Kreisschulinspektor Kob - Elberfeld tritt auf, amtiert bis zum Ende des Jahres. |
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1890 |
1. Januar. Kreisschulinspektor Dr. Jeltsch - Elberfeld übernimmt das Amt, gestorben im Amt am 24. Januar 1904. Vertreter wird für kurze Zeit Kreisschulinspektor Dr. Storck - Düsseldorf-Land. |
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1904 |
15. April. Der erste Kreisschulinspektor Loewer in Vohwinkel selbst. Nach dessen Ernennung zum Seminardirektor in Frankenberg a. E. wird |
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1913 |
1. Januar der Pfarrer und Kreisschulinspektor Premer hierher berufen. Als dieser nach Essen versetzt wird, kommt |
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1916 |
1. Juli Kreisschulinspektor Ziegler, bis dahin in gleicher Eigenschaft in Heydekrug i. Ostpr. tätig gewesen, her und führt zur Zeit noch das Amt. — Weil aber der Aufsichtsbezirk mit 10 Bürgermeistereien und 476 Lehrkräften für eine Kraft zu groß und zu schwer geworden war, genehmigte |
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1921 |
der Herr Minister, daß zum 1. November d. J. der Kreis in den nördlichen (Heiligenhaus, Langenberg, Neviges, Velbert, Wülfrath) und den südlichen Bezirk (Cronenberg, Gruiten, Haan, Mettmann, Vohwinkel) geteilt wurde. Den nördlichen Teil Velbert erhielt Schulrat Tiemann, bis dahin an dem Oberlyzeum in Remscheid, den südlichen Schulrat Ziegler - Vohwinkel. |
Die
Ortsschulinspektion hat einen andern Verlauf gehabt. Auch die Ortsschulinspektion war im Schulaufsichtsgesetz von 1872 verankert worden.
Als evangelische Ortsschulinspektoren Vohwinkels werden genannt:
1874 Pfarrer Vowinkel - -Sonnborn (gest. 29. August 1898) 1882 Pfarrer Sengelmann - Vohwinkel. 1887 Pfarrer Kirberg - Sonnborn. 1887 Pfarrer Hosse - Vohwinkel. 1889 Pfarrer Exner - Vohwinkel (gest. 25. Nov. 1905). 1906 Pfarrer Schmidt - Vohwinkel (gest. 19. Nov. 1915). 1907 Pfarrer Liesegang - Vohwinkel (gest. 16. Dez. 1921).
Die katholische Lokalschulaufsicht wurde während des Kulturkampfes von 1875-1879 durch die Bürgermeister (z. B. Eschmann - Sonnborn) wahrgenommen. Hierzu setzen wir einen Bericht aus den Akten des Landratsamtes E. XVII. 5, Vohwinkel, den 4. Dezember 1879, her:
„... Die Bürgermeister, welche seit 1875 in sämtlichen katholischen Schulen des Kreises, mit Ausnahme von Millrath, wo Kaufmann Pasch in Hochdahl das Kommissorium erhalten, als Lokalschulinspektoren fungieren, haben zwar im allgemeinen den Erwartungen der Schulaufsichtsbehörden in ihrer Amtsführung entsprochen. Doch erachte ich ihre Heranziehung immer nur als einen Notbehelf, denn einmal sind sie durch anderweitige Dienstgeschäfte reichlich in Anspruch genommen, andererseits geraten sie durch die häufig widerstreitenden Interessen der Schule und der unterhaltungspflichtigen Gemeinde in mißliche Lagen, die gewöhnlich zum Nachteil der Schule ihr Ende erreichen. Andere für die Lokalschulinspektion geeignete Beamte sind am hiesigen Ort resp. in nächster Nähe nicht vorhanden. Unter den Privatpersonen wüßte ich niemand, der sowohl die Qualification als Zeit und Interesse für ein derartiges Ehrenamt hätte. (Dem katholischen Rektor Flamm in Sonnborn, zu dessen Pfarrgemeinde Vohwinkel und Sonnborn gehörten, war die Lokalschulinspektion 1875 auf Veranlassung des damaligen Kreisschulinspektors Klein - Solingen entzogen worden. Flamm war ultramontan). Das Gewagte, welches unter den heutigen Zeitverhältnissen in der Uebertragung der Schulinspektion an katholische Geistliche immerhin liegt, wird, abgesehen von der Widerruflichkeit des Amtes, in mehrfacher Hinsicht gemildert durch die gesetzliche Zugehörigkeit des Bürgermeisters zum Schulvorstand, ferner durch die Kontrolle des Kreisschulinspektors und endlich im vorliegenden Falle durch meine persönliche Nähe. gez. Landrat von Estorff." —
Katholische Ortsschulinspektoren in Sonnborn: 1880 Geistlicher Rektor Flamm, 1888 Pfarrer Wamich, 1907 Pfarrer Körffer, 1910 Pfarrer Klauser in Düssel, 1882 Pfarrer Heckerath, 1890 Pfarrer Jüngling, 1898 (?) Pfarrer Blum, — in Vohwinkel: 1893 Geistlicher Rektor Pfarrer Dr. Steinberg, 1898 Pfarrer Bosbach, 1909 Pfarrer Dr. Pirnay, 1917 Pfarrer Pünder. — Die Ortsschulinspektion ist durch Gesetz vom 18. Juli 1919 aufgehoben worden.